30.04.2009 von Redaktion unter Reviews
Silbermond - Irgendwas bleibt (ja, was denn?)
Die aktuelle Silbermond-Single “Irgendwas bleibt”, ausgekoppelt aus ihrem neuesten Album “Nichts passiert”, welches vorige Woche an der Spitze der Album-Charts stand, verwirrt. Zumindest mich. Was will mir die Dame namens Stefanie Kloss, Frontfrau von Silbermond, mit der zittrigen, dünnen Stimme (die übrigens auf ihrer Debütsingle Sinfonie ja noch ganz nett und feengleich klang, aber jetzt… naja, nervig) damit sagen?
“Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit
In einer Welt in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schweren Zeit irgendwas das bleibt.”(c) Foto: Steffen Giering / GNU
Silbermond kommen bei “Irgendwas bleibt” wahrscheinlich ihrer Meinung nach hochphilosophisch daher. Und sprechen eventuell alles an, was aktuell ist. Und auch, was zeitlos ist. Und überhaupt. Vielleicht soll der Songtext ja auf die Wirtschaftskrise anspielen? Oder auf Kriege? Oder es geht um zwischenmenschliche Beziehungen, die Sicherheit brauchen? In jedem Fall klingt das alles für mich nach heißer Luft, nach allem und nach gar nichts. Danach, möglichst jedes Thema damit abzudecken, damit sich auch ja jeder mit dem Song identifizieren kann und ihn soooo schöööön findet.
Kurzum: der Song könnte textlich eine wundervolle Untermalung für einen Bausparvertrag fungieren.
Doch wie ist es musikalisch? Macht wenigstens die Melodie etwas her, passt sie zum *hust* Thema? Geht sie ins Ohr, ist sie vielfältig und harmonisch?
Harmonisch? Ja. Weil einfach gestrickt. Daher auch eingängig, geht also sofort ins Ohr, und zumindest die Melodie kann nach den ersten zwei Sekunden wohl jeder pubertierende Pseudo-Rebell (aber Silbermond-Fan, haha) mitsummen. Aber irgendwie ist das Gedudel auch langweilig. Klar, weil einfach ein und dasselbe Thema immer und immer wiederholt werden. Da könnte man ja gleich drei Minuten lang “Gieeeeeb miiiiir ein kleines bisschen Sicherheeeeit” singen, es würde keinen Unterschied machen. Von Vielfalt also keine Spur.
Tut mir Leid, liebe Silbermond-Band. Das war wohl nix. Aber ihr könnt unbesorgt sein. Eure Fans werden diese Kritik mit Verachtung strafen. Sie werden eure Singles, egal wie dümmlich, oberflächlich und nichtssagend diese auch sein mögen weiterhin kaufen und alles sooo schööön finden. Ein kleines bisschen Sicherheit in einer Welt in der nichts sicher scheint ist euch also sicher.
Und für alle NeunLive-Fans: jetzt könnte ihr alle “sicher” in diesem Text zählen.
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Mai 11th, 2009 um 19:32
hmmm… scheint ganz so als hätte diese band mittlerweile eine einträgliche geldquelle für sich erschlossen:
als agents provocateurs für die sicherheitskräfte arbeiten.
zumindest kommt das in dem dazu gehörigen video und unter einbeziehung der wahnsinnig eindeutigen “lyrics” so rüber…